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Kindheitserinnerungen

Meistens erinnert man sich aus der frühen Kindheit nur an wenige Dinge. Eine Erinnerung aus meiner Zeit als Kleinkind ist die, dass ich, jedesmal wenn wir beim Bäcker waren, ein Milchbrötchen bekam. Irgendwann gab es allerdings nur noch Milchbrötchen mit Rosinen drin. Rosinen haben in meinem ganz persönlichen Weltbild in Gebäck nichts verloren. Somit aß ich dann sehr lange keine Milchbrötchen mehr. Hinzu kommt, dass ich Zeit ein paar Jahren weiß, dass ich inzwischen laktoseintolerant bin.
Seit ein paar Jahren habe ich nun auch meinen eigenen Haushalt und backe hin und wieder interessante Rezepte aus dem Netz. Darunter waren auch diverse Milchbrötchenrezepte. Nur schmeckten alle diese Milchbrötchen nie so wie in meiner Kindheit. Manchmal hatte ich schon die Befürchtung, dass meine Erinnerung so arg verfälscht ist, dass ich den Geschmack, an den ich mich erinnere, niemals finden würde.
Dann kam vor etwa einem halben Jahr die Idee von meinem Freund: “Du bist doch in der DDR geboren. Vielleicht gab es da ja andere Milchbrötchen!” Ich hielt von dieser Idee nicht wirklich viel, da ich im Dezember 1988 das Licht der Welt erblickte und in meinen Erinnerungen wir beim Bäcker auch schon mit D-Mark bezahlten. Nach DDR-Milchbrötchen habe ich dann so zum Spaß doch gesucht und fand sogar ein Rezept eines Bäckers. Nun experimentiere ich ja seit einiger Zeit hin und wieder mit Brotbackrezepten und dachte mir, dass ich es ja eigentlich auch mal wieder mit Milchbrötchen versuchen könnte. Und warum dann nicht einfach mal dieses Rezept?
Gestern Abend habe ich dann das Hefestück angesetzt und heute früh den Teig fertig gemacht und zum Frühstück gebacken. Nun kann ich sagen, dass meine Erinnerung bzgl. des Geschmacks doch nicht verfälscht ist! Diese Brötchen schmecken genau so, wie die, die ich als Vier- bis Fünfjährige immer von meiner Mama oder meiner Oma bekam, wenn wir beim Bäcker waren. Nach inzwischen gut zwei Jahrzehnten habe ich heute zum Frühstück wieder leckere Milchbrötchen gegessen!

Fotos folgen noch irgendwann …

Stille

Ich bin immer so ratlos, was man schreiben könnte und dadurch ist es hier doch ziemlich ruhig. Ich stricke zwar immernoch so dies und das, aber doch eher wenig momentan und zum zeigen und Texte schreiben fehlt mir doch etwas an Motivation.

In der letzten Zeit backe ich auch wieder etwas häufiger. Nur leider ist alles wieder zu schnell verputzt, bevor ich hätte Bilder machen können.

Sauer macht lustig!

Nein, hier geht es nicht um Zitronen! ;-)

Ich habe am vergangenen Sonntag 21.07.2013 mal versuchsweise einen Sauerteig angesetzt. Im Prinzip bin ich so vorgegangen, wie hier beschrieben. Genutzt habe ich hierfür 1150er Roggenmehl. Anstelle einer Handvoll Mehl, habe ich aber nur jeweils ein bis zwei leicht gehäufte Gabeln hinzugegeben.  (Warum Gabel und nicht Löffel? – Ich finde, damit lässt sich viel besser umrühren, damit es auch klümpchenfrei wird!)

Hier mal mein “Sauerteig-Tagebuch” (Fotos davon habe ich nicht gemacht und wer wissen will, wie so ein Sauerteig aussieht, der suche sich doch einfach eines der vielen Bilder im Netz):

Tag 1
Beginn: So, 21.07.2013 abends – Mehl und Wasser gemischt
Mo, 22.07.2013 morgens (ca. 12 h später) – gut gerührt
-> Bis hierher habe ich noch nichts sehen oder riechen können bzw. es roch nur nach Mehlpampe und hatte auch keine sichtbaren Bläschen.

Tag 2
Beginn: Mo, 22.07.2013 abends – Mehl und Wasser zugefügt
-> Noch keine optischen oder geruchlichen Veränderungen zu bemerken.
Di, 23.07.2013 morgens (ca. 12 h später) – gut gerührt
-> Vor dem Rühren sah es so aus, als wäre immernoch nicht geschehen, allerdings beim Rühren legte ich Bläschen frei (ich glaube nicht, dass die durch mein Rühren entstanden sind, da sie sonst schon am Vortag zu sehen gewesen wären). Außerdem hatte es einen schwach säuerlichen Geruch mit einer “cremigen” Note (ich weiß, dass “cremig” eigentlich kein Geruch ist, aber ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben sollte).

Tag 3
Beginn: Di, 23.07.2013 abends – Mehl und Wasser zugefügt
-> Inzwischen hatte er schon etwas mehr Blubberblasen und der Deckel wölbte sich ganz leicht. Der Geruch war immernoch wie am Morgen.
Mi, 24.07.2013 morgens (ca. 12 h später) – gut gerührt
-> Der Deckel war sehr stark gewölbt und der Teig sehr schaumig und von dicken Blasen durchsetzt. Es scheint auch so, dass er durch die viel Gasentwicklung an Volumen zugenommen hatte. Er roch leicht nach Essig und ein wenig wie Hefeteig.

Die nächsten Tage werde ich dieses Tagebuch dann hoffentlich ergänzen!

Tag 4
Beginn: Mi, 24.07.2013 abends – Mehl und Wasser zugefügt
-> Blasen waren kaum noch zu sehen. Er roch sehr ethanolisch (!)  und ein wenig obstig. Da ja auch immer etwas an der “Rührgabel” haften bleibt, hab ich auch mal probiert: es schmeckt wie saure Milch (na ja, nicht ganz so eklig, aber schwer zu beschreiben). Nach dem Rühren und Füttern hat es direkt wieder ein paar wenige Bläschen gegeben.
Do, 25.07.2013 morgens (ca. 12 h später) – Mehl und Wasser zugefügt
-> Da der Teig schon wieder sehr ethanolisch roch und ich nach einer kleinen Suche mehrfach gelesen habe, dass dies ein Zeichen für “Hunger” ist, habe ich mich dafür entschieden ihn ein bissel zu füttern. Außerdem ist er in eine größere Schüssel gewandert, von der ich auch das Gewicht vorher bestimmt habe um mal aus Neugier zu wiegen, wie schwer mein Sauerteig ist (inzwischen hat er übrigens fast 200 g).
Do, 25.07.2013 gegen Mittag – gut gerührt
->Der starke Ethanol-Geruch ist immmernoch vorhanden, aber inzwischen kann man den Geruch sehr mit einem Obstbrand aus Äpfeln vergleichen. Die Optik ist sehr blasig.

Tag 5
Beginn: Do, 25.07.2013 abends – Mehl und Wasser zugefügt
-> Er riecht immer noch sehr wie Obstbrand. Blasen waren kaum zu sehen. Der Geschmackstest ergab wieder einen Geschmack nach saurer Milch bzw. sehr saurem Quark und ein bissel apfelig (klingt das jetzt verrückt?).
Fr, 26.07.2013 morgens (ca. 12 h später) – Mehl und Wasser zugefügt
-> Der Ethanol-Geruch ist fast vollständig verflogen. An dessen Stelle ist nun ein Geruch nach sehr reifen mehligen Äpfeln getreten. Optisch ist er sehr blasig und hat auch ein recht großes Volumen hierdurch. Sein Gewicht ist etwa 260 g.

Tag 6
Beginn: Fr, 26.07.2013 abends – Mehl und Wasser zugefügt
-> Der Geruch und die Optik haben sich im Vergleich zum Morgen nicht verändert.
Sa, 27.07.2013 morgens (ca. 12 h später) – gut gerührt
-> Geruchlich ist es aktuell etwas apfelig bis geruchnsneutral. Der Geschmack ist sauer und ein bissel fruchtig. Blasen wirft er auch immernoch ganz brav.

Tag 7
Beginn: Sa, 27.07.2013 abends – Mehl und Wasser zugefügt
->
So, 28.07.2013 morgens (ca. 12 h später) – gut gerührt
->

Mein Plan für Sonntag ist es damit Brötchen zu backen! 

Alles blüht so schön…

… im Botanischen Garten.

Mir fiel auf, dass ich in der letzten Zeit viel zu selten über Pflanzen poste, was ja ganz zu Anfang mal das Thema dieses Blogs war. Meine eigenen Pflanzen aufs Bild zu bringen, danach steht mir nur leider nicht mehr allzu oft der Sinn. Dafür gehe ich gern raus, sei es in den Botanischen Garten oder anderswo hin, und jage Bienchen oder fange Impressionen von Pflanzen ein.Ich habe mir nun vorgenommen, hier mal die ein oder anderen Bilder meiner Ausflüge zu zeigen. Allerdings muss ich auch vermerken, dass das nicht so einfach ist, da ich von den 100 Fotos des gestrigen Tages nur 18 als gelungen betrachte und daher auch nur diese hier zeige!

Gestern habe ich ein paar schöne Stunden im Botanischen Garten verbracht. Eigentlich wollte ich Bienchen jagen, aber dafür war es ein bissel zu windig. Daher flogen die Bienen sehr flink hin und her und so schnell bin ich leider nicht mit dem fotographieren.   :-(   Trotzdem habe ich ein paar schöne Impressionen eingefangen. Hier nun die Galerie (Ein Klick auf das jeweilige Bild führt zur Vollansicht.)

2012-3-marmorkuchen

Mmmmmmmmhhhhhhhhhh! Lecker

Vor einer Woche bin ich nun erneut umgezogen! (Die Freundin, bei der ich vorübergehend wohnte, hat nun selbst vor umzuziehen und deshalb habe ich mir was Neues gesucht.)

Gestern gab es dann Kuchen für meine Umzugshelfer! Zum einen hatte ich einen klassischen Marmorkuchen gebacken.

Des weiteren gab es noch einen “Apple Pie”, da ich eine hierfür passende Form geschenkt bekommen habe.

Geschmeckt hat er ähnlich wie ein Apfelstrudel. Der Teig erinnert ein wenig an Blätterteig, ist aber weniger aufwendig herzustellen. Da ich recht süße Äpfel genommen habe, wurde der Kuchen auch sehr süß (zum Glück aber nicht zu süß), obwohl ich die Zuckermenge des Rezeptes halbiert hatte. Ich habe zudem ein bissel Zitronensaft zur Füllung hinzugegeben. Mein Gäste und ich fanden ihn sehr lecker und er wurde komplett aufgegessen. (Leider habe ich dadurch auch vergessen ein Foto von einem aufgeschnittenen Stück zu machen.) Warm serviert mit etwas Vanille-Sauce würde er bestimmt auch sehr lecker sein. Ich werde ihn also auf jeden Fall mal wieder machen!
Das Rezept für den Pie gibt es hier und das für den Teig hier (eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Teig findet sich hier).